

Schnuppern Sie die Schnaps-Aromen Birne, Himbeere, Wacholder.
Herzstück des Biermuseums ist die Brauanlage, die einst in Vellmar bei Kassel stand. Damit braut der Braumeister nach Bedarf Nieheimer Dunkel, Bockbier, Weizen oder eine andere Nieheimer Biersorte.
Die Nieheimer Brauanlage wird noch in Handbetrieb geführt. Dadurch kann der Braumeister Farbe, Bitterton und Geschmack des Bieres variieren, wie es früher bei allen handgebrauten Bieren üblich war.
Hätten Sie’s gewusst? Im Mittelalter war Bierbrauen in Westfalen Frauensache. Nach vollbrachter Tat pflegte die Brauerin ihre Nachbarinnen zum Probieren einzuladen. Die Frauen nannten es Bierkränzchen, die Männer Weiberzechen. Sie wussten, wer da nach dem zweiten Glase zum Thema wurde…
Alle Welt weiß, dass deutsches Bier nach dem berühmten Reinheitsgebot aus Hopfen, Malz und Wasser gebraut wird. Aber wissen Sie auch ganz genau, was Hopfen und Malz eigentlich ist? Hier können Sie’s ganz nachlesen:
Hopfen (Humulus lupulus) ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Hanfgewächse. Die weiblichen Blütendolden enthalten den Bitterstoff Lupulin. Sie werden getrocknet und dem Bier hinzugefügt, um es bitter (und haltbar) zu machen.
Malz ist gekeimte Gerste. Beim Keimen reichert sich im Korn das Enzym Amylase (ein biochemischer Stoff) an, das später die Stärke des Korns in Malzzucker (Maltose) verwandelt. Durch Darren (Trocknen) beendet man das Keimen und macht das Braumalz haltbar. Beim Maischen wird das mit Wasser vermischte geschrotete Malz erhitzt; erst jetzt wird die Amylase aktiv und erzeugt Malzzucker. Später wird der Malzzucker mit Hilfe von Hefe zu Alkohol vergoren.
Im Museumsrestaurant halten wir einen Probierschluck des Nieheimer Bürgerbieres für Sie bereit.