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Museen

Westfälisches Bier- und Schnapsmuseum

Impressionen

Braukessel
Eine der kleinsten Brau-
anlagen Deutschlands.
Bierrad
Welches Glas passt zu welcher Biersorte? Keiler Schnuppern Sie die Schnaps-Aromen Birne, Himbeere, Wacholder.

Im Reich des Braumeisters

Frauenkraänzchen

Herzstück des Biermuseums ist die Brauanlage, die einst in Vellmar bei Kassel stand. Damit braut der Braumeister nach Bedarf Nieheimer Dunkel, Bockbier, Weizen oder eine andere Nieheimer Biersorte.

Die Nieheimer Brauanlage wird noch in Handbetrieb geführt. Dadurch kann der Braumeister Farbe, Bitterton und Geschmack des Bieres variieren, wie es früher bei allen handgebrauten Bieren üblich war.

  • Was im Innern der Anlage vor sich geht, kann man zwar nicht sehen, aber das süffige Ergebnis im Mueseumsrestaurant in gesellinger Runde genießen. In den Sommermonaten ist das auch lädt derlauschige Hopfengarten, zum Verweilen ein.
  • An den Drehscheiben erkennen Sie, welche Biersorte zum Essen passt und welches Bier in welches Glas gehört.
  • Ein kleiner Ausflug ins Hochprozentige zeigt Ihnen, warum Wacholder in der Antike als Heilmittel und bei den Germanen als heilig galt.
  • An den Duftproben riechen Sie die drei typischen Schnaps-Aromen Birne, Himbeere und Wacholder.
  • In der Feindestillerie Brakel-Bellersen können Sie nach Voranmeldung (Telefon 05276/8003) mehr über die Produktion des Hochprozentigen erfahren.

Frauen, auf zum lustigen Bierkränzchen!

Hätten Sie’s gewusst? Im Mittelalter war Bierbrauen in Westfalen Frauensache. Nach vollbrachter Tat pflegte die Brauerin ihre Nachbarinnen zum Probieren einzuladen. Die Frauen nannten es Bierkränzchen, die Männer Weiberzechen. Sie wussten, wer da nach dem zweiten Glase zum Thema wurde…

Hopfen und Malz – Gott erhalt’s!

Alle Welt weiß, dass deutsches Bier nach dem berühmten Reinheitsgebot aus Hopfen, Malz und Wasser gebraut wird. Aber wissen Sie auch ganz genau, was Hopfen und Malz eigentlich ist? Hier können Sie’s ganz nachlesen:

Hopfen (Humulus lupulus) ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Hanfgewächse. Die weiblichen Blütendolden enthalten den Bitterstoff Lupulin. Sie werden getrocknet und dem Bier hinzugefügt, um es bitter (und haltbar) zu machen.

Malz ist gekeimte Gerste. Beim Keimen reichert sich im Korn das Enzym Amylase (ein biochemischer Stoff) an, das später die Stärke des Korns in Malzzucker (Maltose) verwandelt. Durch Darren (Trocknen) beendet man das Keimen und macht das Braumalz haltbar. Beim Maischen wird das mit Wasser vermischte geschrotete Malz erhitzt; erst jetzt wird die Amylase aktiv und erzeugt Malzzucker. Später wird der Malzzucker mit Hilfe von Hefe zu Alkohol vergoren.

 

So schmeckt Westfalen

Im Museumsrestaurant halten wir einen Probierschluck des Nieheimer Bürgerbieres für Sie bereit.